Dr. Timo Böhme (AfD) zu Julia Klöckner: Unschärfe als Grundprinzip

Wie die Fachzeitschrift top agrar in ihrer online-Ausgabe berichtet, hat sich die designierte Landwirtschaftsministerin der großen Koalition, Julia Klöckner (CDU), für einen möglichen, punktuellen Einsatz von konventionellen Pflanzenschutzmitteln im Ökolandbau ausgesprochen. Dieser solle zum Einsatz kommen, wenn Ökolandwirte ‚in schlechte Phasen kommen‘. Des Weiteren sprach sich Klöckner gegen ‚Maximalforderungen‘ beim Tierschutz aus.

Hierzu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und landwirtschaftliche Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, Dr. Timo Böhme:

Dieser offensichtliche Versuch, die Quadratur des Kreises zu erreichen, ist so typisch für Julia Klöckner. Im Drang, es immer und allen recht machen zu wollen, scheut sie sich nicht, sämtliche Standards zu verwässern. Fraglich ist aber, ob die Verbraucher und die Märkte eine solche Vorgehensweise honorieren werden. Die Bürger fordern Verlässlichkeit von der Politik wie auch im Hinblick auf Normen für die Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte. Ein ‚halber Ökolandbau‘ wie auch ein ‚halber Tierschutz‘ erfüllen diese Erwartungen jedoch nicht.

Ich halte es für sehr gefährlich, wenn eine solche Politik der Unschärfe zum Grundprinzip der Landwirtschaftspolitik in Deutschland wird. Viele Ökolandwirte und Ökowinzer haben auch im Ausland einen guten Ruf zu verlieren! Um diesen zu erhalten, brauchen wir klare Standards“, so Böhme.

Dr. Timo Böhme ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender und landwirtschaftliche Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Rheinland-Pfalz