Michael Frisch (AfD) zur Nachbesserung der Kita-Novelle: Geld allein bringt keine bessere Kinderbetreuung!

Am Dienstag, 09.04.2019, stellte die Landesregierung ihre Nachbesserungen zum umstrittenen Erstentwurf des neuen Kita-Gesetzes vor.

Hierzu äußert sich Michael Frisch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und familienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz: „Wie zu befürchten war, ist der große Wurf bei der Kita-Novelle ausgeblieben. Die Landesregierung will zukünftig zwar noch mehr Geld ins System hinein pumpen, allerdings bleibt auch der neue Entwurf trotz verschiedener Verbesserungen in entscheidenden Punkten hinter dem zurück, was notwendig wäre.

Michael Frisch weiter: „Die Betreuungssituation, vor allem der Kleinsten, ist unbefriedigend, solange 2- bis 3-Jährige mit 6-Jährigen gleichgesetzt werden. Das widerspricht nicht nur dem, was Kinderärzte und -psychologen für eine gesunde Entwicklung empfehlen, sondern auch dem, was unsere engagierten Erzieherinnen in ihrer täglichen Arbeit mit gemischten Gruppen von teilweise mehr als 20 Kindern zu leisten imstande sind. Jeder weiß, dass 2-Jährige mehr Zuwendung brauchen und einen höheren Bindungsbedarf haben als ältere Kinder. Wenn Frau Hubig den Betreuungsschlüssel auch für sie nur marginal von 1:11 auf 1:10 verbessert, dann ist das viel zu wenig. Hier wird zu Lasten unserer Kinder gespart –  das werden wir definitiv nicht mittragen. 

Michael Frisch fordert: „Wer eine wirkliche Qualitätssteigerung der Kita-Betreuung möchte, muss eindeutig mehr Rücksicht auf das Wohl unserer Kinder und die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen nehmen. Dazu braucht es beispielsweise einen deutlich besseren Betreuungsschlüssel und eine viel stärkere Berücksichtigung von Ausfallzeiten und mittelbarer pädagogischer Arbeit.

Michael Frisch ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender und familienpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz.