Michael Frisch (AfD): „Kardinal Woelki spaltet Kirche und Gesellschaft und wird daher seinem Auftrag als Bischof nicht gerecht“

In einem Beitrag auf domradio.de hat der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki die AfD heftig kritisiert. Unter Bezugnahme auf die Ereignisse in Chemnitz brachte Woelki ausdrücklich Fremdenfeindlichkeit, Hass, Gewalt und Nazi-Parolen mit der Alternative für Deutschland in Verbindung.

Der Trierer Wahlkreisabgeordnete und kirchenpolitische Sprecher der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion MdL Michael Frisch weist diese Vorwürfe entschieden zurück: „Als praktizierender Katholik und studierter Theologe bin ich empört über die Äußerungen des Kardinals. Anstatt sich differenziert mit den verschiedenen Gruppen auseinanderzusetzen, die in Chemnitz aufgetreten sind, schließt er sich völlig kritiklos der pauschalen Hetze gegen alle Kritiker der Regierungspolitik an. Bürger, die im Rahmen der AfD-Kundgebung in Chemnitz friedlich von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch gemacht haben, als “digital zusammengetrommelte Horde von Krawallmachern” zu diffamieren, ist übelste Verleumdung und eines Kardinals nicht würdig. Hier zeigt sich eine zutiefst unchristliche und zudem intellektuell erbärmliche, weil undifferenzierte Verurteilung Andersdenkender.

Weder Woelki noch ZdK-Präsident Sternberg, der erst kürzlich die AfD in die Nähe des Nationalsozialismus gerückt hat, haben das Recht, im Namen der deutschen Katholiken zu sprechen. Im Gegenteil: Sie grenzen nicht nur 6 Millionen Wähler aus, von denen nicht wenige gläubige Christen sind, sondern spalten auch die Kirche und unsere Gesellschaft. Auftrag eines Bischofs aber ist es, die Menschen zusammenzuführen und nicht gegeneinander aufzuhetzen. Deshalb steht das, was Kardinal Woelki jetzt gesagt hat, in diametralem Widerspruch zu seinem Amt. Er sollte sich daher für seine Entgleisungen entschuldigen oder als Bischof zurücktreten.

Michael Frisch ist kommunalpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion im Landtag Rheinland-Pfalz