Jürgen Klein (AfD) zum Antrag der AfD-Fraktion „Ausbreitung des Wolfes“ in Plenarsitzung (Drucksache 17/6254): „Wolfsmanagement gehört in Expertenhände – Wolf ins Jagdrecht aufnehmen!“

Die AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz brachte den Antrag „Ausbreitung des Wolfes“ ein (Drucksache 17/6254). Wie der SWR berichtet, hat eine Wölfin in Leutesdorf, Landkreis Neuwied, nun ein zweites Reh gerissen. DNA-Spuren haben eindeutig bewiesen: Sie stammen von der Wölfin, die dort schon im März ein Tier gerissen hatte. Kurz zuvor hatte ein Jäger von seinem Ansitz aus zwei Wölfe beobachtet und gefilmt. In Bad Wildbad im Schwarzwald (Baden-Württemberg) rissen Wölfe sogar 44 Schafe.

Der umweltpolitische Sprecher der AfD-Fraktion in Rheinland-Pfalz, Jürgen Klein, erläutert: „Diese Entwicklung zeigt: Der Wolf ist ein intelligenter Nahrungsgeneralist und potenzieller Kulturfolger geworden. Umso wichtiger wird das Wolfsmanagement. Denn die größte Gefahr dürfte von unbedachten Bürgern ausgehen, die diese wilden Tiere anfüttern, so dass sie ihre Scheu vor Menschen verlieren. Beispiele dafür, wie komplette Ökosysteme bereits zum Umkippen gebracht wurden, gibt es viele: die Wildschwein-Fütterung in Berlin, Nilgänse an Gewässern, Tauben in den Städten etc. Die Folgen sind dramatisch.

Daher sollte das Wolfsmanagement nur in Expertenhände gelegt werden. Im ländlichen Raum steht der Herdenschutz im Vordergrund. Technische Maßnahmen sind notwendig zum Schutz von Schafen und Damwild. Nur: die üblichen ländlichen Zäune bieten keine Sicherheit, wie die 44 gerissenen Schafe in Bad Wildbad zeigen. Die AfD will daher den Wolf ins Jagdrecht aufnehmen, weil die Jägerschaft sich bestens auskennt in Bestandskontrollen.

Der Umweltexperte zeigt erfolgreiche Beispiele der Nachbarn in Skandinavien:

  • In Norwegen gibt man dem Schutz der Weidetiere Vorrang, so dass Wolfsbestände nur in einigen Bezirken dieses großen Landes geduldet werden.
  • In Schweden setzt der Reichstag die Populationsziele. Wolfsbestände werden nur im mittleren Schweden gewünscht, weil Südschweden zu dicht besiedelt und bewirtschaftet ist und im Norden der Schutz der Rentiere und Rentierhalter vorgeht.

 

Jürgen Klein führt weiter aus: „Nach den einschlägigen Richtlinien der EU, Bundesnaturschutzgesetz und der Berner Konvention ist der Wolf streng geschützt. Es zeigt sich aber, dass in Skandinavien und wohl auch in anderen europäischen Staaten Wölfe entnommen werden, wenn der Bestand zu hoch wird oder wenn einzelne Tiere oder Rudel nach Einschätzung der Fachbehörden eine Gefahr für Mensch und Vieh darstellen.

In ihrem Antrag stellt die AfD fest, dass mit einer steigenden Ausbreitung der Wölfe zu rechnen ist. Die AfD hält eine Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht für unerlässlich, um die Populationsentwicklung so zu gestalten, dass weder Viehhalter, noch die Bevölkerung, Schäden erleiden. Als Träger des Wolfsmanagements sieht die AfD die Jagdverwaltung einerseits und die Jägerschaft andererseits.

Jürgen Klein, MdL, ist umweltpolitischer Sprecher der  AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz

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