Joa (AfD): EU-Pläne zu obligatorischen E-Auto-Ladestationen belasten Häuslebauer

Matthias Joa (MdL)
Matthias Joa (MdL)

Nach dem Willen der EU-Kommission sollen alle, die ab 2023 ein Einfamilienhaus neu bauen oder sanieren, verpflichtend zumindest eine Vorverkabelung für eine Ladestation für Elektroautos einbauen – unabhängig davon ob die Bewohner selbst ein Solches überhaupt besitzen oder je anzuschaffen gedenken. Dies geht aus dem Entwurf für eine Änderung des EU-Energieeffizienzpakets hervor. Kostenpunkt: Bis zu 75.000 EUR pro Station und Haus. Der energiepolitische Sprecher der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Matthias Joa, kommentiert dies wie folgt:

“Hier zeigt sich einmal mehr, welche höchst unsozialen Blüten die realitätsferne Energiepolitik der EU mittlerweile treibt. Die Verbraucher müssen die für 2017 angekündigte Erhöhung der Ökostrom-Umlage auf mittlerweile 6,88 Cent pro Kilowattstunde erst noch verdauen. Nun droht schon die nächste Belastung, um die ideologiegetriebenen Öko-Träume der Brüsseler Bürokraten und der Elektroauto-Lobbyisten zu finanzieren.”

Mit diesem Entwurf werden deutsche Privathaushalte – ungeachtet ihres Einkommens – einmal mehr gezwungen, eine Technologie zu fördern, ohne zu wissen, ob und wann es dafür einen Bedarf geben wird.

“Die AfD lehnt eine solche Bevormundung und Planwirtschaft zu Gunsten der Elektroauto-Industrie ab. Denn hier wird unverhältnismäßig in die Eigentumsrechte derjenigen eingegriffen, die sich endlich ein Eigenheim leisten können und nun ab 2023 zu noch höheren Investitionen gezwungen werden sollen. Mit solchen Vorschriften werden nur die Baukosten durch eine zusätzliche Installation in die Höhe getrieben, die oftmals überhaupt nicht genutzt werden wird”, so Joa.

Matthias Joa ist energiepolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

Foto Matthias Joa: https://www.afd-rlp-fraktion.de/die-fraktion  (Quelle: AfD RLP)