Heribert Friedmann (AfD) zur Laderaum-Problematik beim neuen Streifenwagen der Polizei

Aus den Reihen der rheinland-pfälzischen Polizei wird die Kritik an der Laderaumkapazität des neuen Streifenwagens Audi A4 immer lauter. Der Kofferraum gilt als zu klein, weil mit der Terrorgefahr das Arsenal der Polizeiausrüstung wächst: je zwei 20 Kilo schwere Schutzwesten mit Keramikplatten, zwei Helme aus Titan, eine zweite Maschinenpistole (samt Munition), eine schussfeste Decke müssen neben den üblichen Besen und Absperrhütchen samt Blinklichtern im Kofferraum der Funkstreifenwagen verstaut werden. Für persönliche Sachen, eine Jacke oder Tasche, ist dort kein Platz mehr.

Weil die Last fürs Auto zu groß ist, müssen seit Monaten die Federn an der Hinterachse der neuen Fahrzeugen verstärkt werden. Dies kostet etwa 120.000 Euro, löst aber das Platzproblem im Innenraum nicht.

Nehmen die Streifenbeamten jemanden fest, muss ein Beamter aus Sicherheitsgründen neben dieser Person hinter dem Fahrer sitzen. Bei zwei groß gewachsenen Beamten wird es sehr eng. Im Falle einer Festnahme müssten zudem die Taschen von der Rückbank auf die Vordersitze geräumt werden.

Zudem wird die Sicht nach hinten stark eingeschränkt. Über eine Rückfahrkamera verfügen die A4 Modelle der Polizei nicht.

Dazu der polizeipolitische Sprecher Heribert Friedmann der AfD-Fraktion: „Die rheinland-pfälzische Polizei muss optimal ausgestattet sein. Hier kann der Streifenwagen keine untergeordnete Rolle spielen. Die Ausstattung der Polizei wirkt sich unmittelbar auf die Sicherheit der Bürger in Rheinland-Pfalz aus und sollte im Bereich der Gefahrenabwehr oberste Priorität haben. Wiederholt gravierende Probleme dürfen nach so kurzer Zeit nicht auftreten. Die Liste der Probleme ist lang: Austausch der Stoßdämpfer, Laderaum-Problematik, Bedienung von Blaulicht und Martinshorn und Probleme mit dem Funk. Das zeigt, dass es sich nicht um einen „technisch optimal ausgestattete Funkstreifenwagen“ handele, wie Innenminister Roger Lewentz bei der Vorstellung der Streifenwagen Ende 2016 öffentlichkeitswirksam mitteilte. Fest steht, dass sich eine Aneinanderreihung solcher Pannen beim nächsten Streifenwagen nicht wiederholen darf.

Heribert Friedmann, MdL, ist polizeipolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.