Dr. Sylvia Groß (AfD):  NEIN zur Widerspruchslösung – Freiheit des Einzelnen schützen

Als Folge einiger Skandale ist die Bereitschaft, Organe zu spenden, deutlich zurückgegangen. Daher möchte nicht nur Bundesgesundheitsminister Spahn die Anzahl an  Organspendern erhöhen. Die favorisierte Widerspruchslösung erlaubt grundsätzlich, und ohne Rücksprache mit den Angehörigen, Organe zu entnehmen, sofern nicht ein ausdrücklicher Widerspruch des Betroffenen zu Lebzeiten beurkundet wurde.

Dazu Frau Dr. Sylvia Groß, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz: „Unübersehbar wird hier mit einer gewissen Nachlässigkeit der Bürger gerechnet, die den Mangel an Organen schon beheben wird.“ Die Frage der Organspende ist jedoch keine rein medizinische, sondern eine überwiegend ethische. Die Entscheidung zur Organspende kann nur beim Betroffenen liegen, der diese in voller Kenntnis der hiermit zusammenhängenden Abläufe treffen muss.

Groß abschließend: „Die Politik, zusammen mit den Akteuren im Gesundheitswesen, müssen das verloren gegangene Vertrauen der Bürger und Patienten in die Praxis der Organtransplantation auf ehrliche Weise zurückgewinnen, anstatt mit einem Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht  und in die Freiheit der Person eine Organspendepflicht einzuführen, der nur durch reaktives Handeln des einzelnen Bürgers widersprochen werden kann.

Dr. Sylvia Groß ist gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Landtagsfraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

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