Dr. Bollinger (AfD) gegen SPD-Vorstoß zu Migrantenquote für Führungspositionen

Dr. Jan Bollinger (MdL)
Dr. Jan Bollinger (MdL)

„Der Vorschlag der SPD-geführten Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS) ist gleich in mehrerer Hinsicht ein Fehlgriff in die sozialistische Mottenkiste“, kommentierte der parlamentarische Geschäftsführer und wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag Dr. Jan Bollinger die Forderung der ADS, Unternehmen die Besetzung von Führungspositionen im Sinne der „Diversity-Pflicht“ zugunsten von Migranten vorzuschreiben. Dies ging aus einem internen Evaluationsbericht hervor, aus dem am Montag DIE WELT zitierte.

Im Arbeitsleben sollte allein die Leistung maßgeblich sein

„Artikel 3 Absatz 3 unseres Grundgesetzes verbietet sowohl jegliche Benachteiligung als auch Bevorzugung Aufgrund von Abstammung, Rasse, Heimat und Herkunft. Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Im Arbeitsleben sollte allein die Leistung maßgeblich sein. Alles andere dürfte den durch eine solche Quotenregelung benachteiligten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern kaum zu vermitteln sein. Wir halten es nicht für zielführend, Migranten vor Diskriminierung schützen zu wollen, in dem man die einheimischen Arbeitnehmer entsprechend benachteiligt.“

„Die vorgeschlagene  Regelung stellt zudem einen schweren Eingriff in die unternehmerische Freiheit dar. Als Partei der wirtschaftlichen Vernunft lehnen wir eine derartige ideologisch motivierte Bevormundung mit allem Nachdruck ab“, so Bollinger.

Migrantenquote nicht zu akzeptieren

„Eine wie auch immer ausgestaltete Migrantenquote können wir daher nicht akzeptieren. Wir fordern Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) dazu auf, sich von den Plänen ihrer Parteifreundin, der ADS-Vorsitzenden Christine Lüders, zu distanzieren.“

Dr. Jan Bollinger ist parlamentarischer Geschäftsführer und wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.