AfD-Fraktion deckt weiteren Hahn-Skandal auf

800px-Flughafen_Frankfurt-HahnAnfrage zwingt Innenminister zur Offenlegung spektakulärer KPMG-Kosten beim Hahn-Debakel

Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat für das Projekt Hahn-Verkauf überdimensionierte Honorare an die KPMG geleistet. Allein an dieses Beratungshaus sind seit 2012 ca. 6,25 Mio. Euro geflossen. Das KPMG-begleitete Projekt floppte, der Prozess muss neu aufgesetzt werden. Und der Steuerzahler wird wieder zur Kasse gebeten.

Der Mittelbedarf für die Vorbereitung der Veräußerung des Flughafens Hahn hat damit ca. 50 Prozent des von SYT vorgetäuschten Verkaufserlöses ausgemacht.

Die AfD-Fraktion ist zwar erschüttert über die Höhe der vergeudeten Steuergelder, jedoch nicht erstaunt. Die Relation von Beratungshonorar, Vertragsleistung und Beratungsergebnis ist mehr als erklärungsbedürftig und beinhaltet weiteren Sprengstoff. Denn kein Immobilienverkäufer würde seinem Makler den halben Verkaufspreis als Honorar zusagen.

Jetzt hat die Landesregierung nach dem Nürburgring-Desaster auch beim Hahn endgültig bewiesen, dass sie bedeutende Großprojekte nicht managen kann, ja sogar in den Ruin treibt.

Damian Lohr, rechtspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz, hat in seiner Kleinen Anfrage vom 22.06.2016 die Antwort mit den erschütternden Zahlen am 19.7.2016 in der Post gehabt. Staatssekretär Randolf Stich beantwortet darin die fünf Fragen der AfD-Fraktion mit Datum von Donnerstag, den 14.7. Das ist genau der Tag, an dem die CDU-Fraktion das Misstrauensvotum gegen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zur Abstimmung brachte.

„Gutes Timing, Herr Innenminister! Ihre SPD-geführte Regierung hat sich zwar in die parlamentarische Sommerpause gerettet, aber der Landesrechnungshof ist bereits eingeschaltet.“ meint Uwe Junge, Fraktionsvorsitzender der Mainzer AfD-Fraktion. „Herr Lewentz, legen Sie doch gleich alle Zahlen offen und nehmen Sie Ihren Hut!“