Joachim Paul (AfD) zur ADD-Stellungnahme zu Sexismus-Vorwürfen am Koblenz-Kolleg: Teile der Schulleitung austauschen – Schulfrieden wiederherstellen

Der Schulfrieden am Koblenz-Kolleg ist gefährdet
Die Sexismus-Vorwürfe am Staatlichen Koblenz-Kolleg schlagen weiter hohe Wellen. Am 12. Oktober 2020 sah sich die ADD deshalb zu einer Stellungnahme veranlasst. Darin weist ADD-Präsident Linnertz Vorwürfe zurück, wonach die Beschwerden nicht korrekt bearbeitet worden seien. Lehrer des Staatlichen Koblenz-Kollegs hatten zuvor gegenüber der Rhein-Zeitung erklärt, der beschuldigte Lehrer sei wohl über Jahre gedeckt worden.
 
Dazu Joachim Paul, bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz: „Wenn die ADD in ihrer Stellungnahme auf gesetzliche Regelungen in einem solchen Verfahren hinweist, dann stimme ich ihr insofern zu, dass natürlich die Rechtsstaatlichkeit gewahrt werden muss und insbesondere die Unschuldsvermutung gilt.
 
Die ADD muss allerdings auch zur Kenntnis nehmen, dass der Schulfrieden auf Grund der Vorfälle massiv gestört ist. Deshalb kann der Alltagsbetrieb am Staatlichen Koblenz-Kolleg nicht einfach so weiterlaufen – Schüler und Kollegium haben das berechtigte Interesse, dass sich die aktuelle Schulsituation nicht negativ auf den Unterricht auswirkt und Lernziele erreicht werden können.
 
Deshalb sollte erwägt werden, Teile der Schulleitung bis zum Abschluss der Untersuchung auszutauschen. Außerdem sollte das Koblenz-Kolleg dazu verpflichtet werden, Präventionsmaßnahmen gegen Sexismus und Mobbing durchzuführen.
 
Joachim Paul, MdL, ist bildungspolitischer Sprecher und stellvertretender Vorsitzender der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz