Joachim Paul (AfD) zur CDU-Forderung nach verpflichtenden Sprachtests: Linnemanns Forderung ist Schaufensterpolitik

Joachim Paul zu Deutschkenntnissen im Unterricht

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Carsten Linnemann, erhob die Forderung nach verpflichtenden Sprachtests vor dem Besuch einer Grundschule. Notfalls müsse eine Einschulung auch zurückgestellt werden. In ähnlicher Weise äußerte sich der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger: Die eigentliche sprachliche Förderung müsse vor der Grundschule erfolgen, sagte er gegenüber der dpa. Die rheinland-pfälzische AfD-Fraktion hatte einen Antrag auf Sicherstellung ausreichender Sprachkompetenz von Grundschülern bereits im Februar 2018 in das Plenum eingebracht.

Dazu Joachim Paul, stellvertretender Vorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz: „Linnemanns Vorschlag ist Schaufensterpolitik, solange die CDU, wenn sie in politischer Verantwortung ist, diesen nicht umsetzt oder kein Durchhaltevermögen in der öffentlichen Diskussion an den Tag legt. Es liegt auf der Hand, dass die von oben verordnete Vielfalt die Lehrer heutzutage vor größte Herausforderungen stellt. Heute sind sie immer stärker pädagogisch gefordert – man denke nur an die Vielzahl von Schülern, die verhaltensauffällig sind oder soziale Unterstützung durch die Lehrkraft benötigen.  Denn was früher in der Regel im Elternhaus beigebracht worden ist, nämlich Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und eine grundsätzliche Arbeitshaltung, kann heutzutage nicht mehr einfach so vorausgesetzt werden.

Paul weiter: „Es ist nahezu unmöglich, Kindern mit ausreichenden Deutschkenntnissen gerecht zu werden und zugleich für den Spracherwerb von Kindern zu sorgen, die so gut wie kein Deutsch können.  Die einen müssen und wollen Lehrstoff erschließen, die andern brauchen einen auf sie abgestimmten Sprachunterricht. Aus diesem Grund ist es notwendig, dass Kinder, die nicht über deutsche Sprachkenntnisse verfügen, zuerst einen konzentrierten Sprachunterricht durchlaufen, bevor sie am Regelunterricht teilnehmen, wie es die AfD-Fraktion in ihrem Antrag `Deutsch vor Regelunterrricht‘ –  abgelehnt von der CDU –  bereits gefordert hat.“ 

Joachim Paul, MdL, ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender und bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz

 

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