Dr. Timo Böhme (AfD): Düngeverordnung und Öko-Landbau – in den Fallstricken realitätsferner, absurder, grüner Politik

In der Antwort auf die Kleine Anfrage der eigenen Partei (Drucksache 17/8994, Landtag RLP) spricht die grüne Öko-Ministerin Höfken von einer „Abwärtsspirale im Ertrag“ und „fehlender Marktreife“ bei Öko-Gemüsekulturen, sowie einer geringen Bereitstellung von verfügbarem Stickstoff bei organischen Langzeitdüngern. Am 06.05.2019 beklagte dieselbe Ministerin in der AZ das „wirtschaftliche Aus“ für den ökologischen Gemüsebau wegen der Drosselung der zulässigen Stickstoffmenge. Gleichzeitig schlägt die rote Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) am 07.05.2019 in der Rheinpfalz wieder einmal pauschal auf Düngung und Pflanzenschutz in der Landwirtschaft ein und lastet ihnen einseitig den Rückgang der Artenvielfalt an (Titelseite: „Dramatische Warnung vor Artensterben“).

Dazu äußert sich Dr. Timo Böhme, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und agrarpolitscher Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz: „Die jahrelange Hetzjagd von grünen und roten Umweltideologen auf unsere Landwirtschaft trägt nun ihre bräunlich-faulen Früchte. Viele landwirtschaftliche Betriebe bangen um ihr Überleben und die deutsche Landwirtschaft entfernt sich mehr und mehr von Versorgungssicherheit und Resilienz. Wenn nun sogar die Öko-Landbau-Ministerin zu klagen beginnt, wird doch eines klar: Ohne Düngung und Pflanzenschutz gibt es keinen Ertrag und keine Qualität vom Acker. Genau das hat man aber der Bevölkerung über Jahrzehnte eingeredet, getreu dem Glaubenssatz: ‚Sie düngten nicht und ernteten doch, Gott schütze uns vor den Schädlingen!‘ Bereits mit dem Verbot des ‚Öko-Pflanzenschutzmittels‘ Kaliumphosphonat wurde klar, dass es ohne Pflanzenschutz auch im Öko-Landbau nicht geht. Der Rückzug auf das Schwermetall Kupfer als angeblich ‚ökologisches‘ Mittel im Öko-Weinbau ist keine tragfähige und resiliente Lösung. Mit der Verschärfung der Düngeverordnung rutschen nun auch Öko-Kulturen in den Nährstoffmangel.

Dr. Böhme abschließend: „Anstatt die eigene verfehlte Politik und deren verheerende Folgen einzugestehen, kämpft Ministerin Höfken nun für mehr Stickstoff-Dünger im Öko-Gemüsebau, auch über den rot eingestuften Grundwasserkörpern in RLP und versucht die Stickstoff-Bilanz der Öko-Betriebe schönzurechnen. Verfangen in den selbstgespannten Fallstricken kann das Scheitern wohl kaum deutlicher werden. Die AfD-Fraktion fordert hingegen eine Überprüfung des Grundwasser-Messstellenkonzeptes und realistische Ansätze zu Düngung und Pflanzenschutz in der Landwirtschaft.

Dr. Timo Böhme  ist stellvertretender  Fraktionsvorsitzender und agrarpolitischer Sprecher der AfD-Landtagsfraktion im Landtag Rheinland-Pfalz.

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