Dr. Sylvia Groß (AfD): Völlige Transparenz bezüglich Datenerhebung und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Corona-Virus herstellen

Transparenz bei Corona Datenerhebung

Noch vor sechs Wochen galt für die Bundeskanzlerin die Verdopplungszeit an Neuinfektionen als Bewertungsmaßstab für die Ausbreitung des Virus. Diese hat sich rasant verlangsamt von anfänglich drei auf aktuell 37 Tage. Dieser Rückgang, so zeigt es die grafische Darstellung des Robert-Koch-Institutes (RKI), steht in keinem Zusammenhang mit den Maßnahmen des Shutdown.

Nun wurde die Verdoppelungszeit als Kriterium abgelöst durch eine neue, von der Kanzlerin vorgegebene Faustformel, nach der Einschränkungen der Bürgerrechte eingeführt werden können, sobald fünfzig Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen gemeldet werden, was nun eine kleinteilige Beobachtung des Infektionsgeschehens bedeutet.

Dazu Dr. Sylvia Groß, gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion Rheinland-Pfalz: „Auf welcher wissenschaftlichen, epidemiologischen Expertise beruhen diese Relationen? Mit welchem unabhängigen Expertenteam gelangte man zu diesem Verhältnis?   Hier ist die Bundesregierung den Bürgern eine Antwort schuldig, will sie vermeiden, dass diese Zahlen willkürlich anmuten.

Leider hat die Bundesregierung  bis heute keine Erläuterungen abgegeben. Sie zieht es offenbar vor, die Bürger im Unklaren zu lassen und demonstriert damit erneut Intransparenz und Inkompetenz, was sie nicht zu interessieren scheint.  Kaum war die neue Faustformel der Kanzlerin ausgesprochen, warnt das Robert-Koch-Institut (RKI) wieder vor steigenden Neuinfektionen und bedient sich hierbei des Reproduktionsfaktors.  Dieser sei wieder über dem kritischen Wert von 1. Vor vier Tagen gab das RKI den Wert noch mit 0,65 an. 

Dr. Groß weiter: „Was gilt nun eigentlich, fragen sich die verunsicherten Bürger. Das gesamte undurchsichtige Zahlenwerk, die Art und Weise der Datenerhebung und ihre Darstellung, vermitteln eher den Eindruck der politischen Erwünschtheit, statt wissenschaftlich fundiert zu sein. Solange die Bundesregierung  an der Durchführung eines standardisierten, wissenschaftlich untermauerten, repräsentativen Testverfahrens nicht interessiert ist, solange ist es nicht möglich, ein reales Bild des Infektionsgeschehen in Deutschland abzubilden. Daher kann – in Abhängigkeit der Anzahl von Testungen –  die Zahl der Neuinfizierten steigen oder abnehmen“.

Der R-Faktor wird die Bürger noch lange in Atem halten: Ist er kleiner als eins, atmen sie auf; liegt er etwas über eins, drohen möglicherweise Sanktionen in Form von Einschränkungen der im Grundgesetz verankerten Freiheitsrechte. Der R-Faktor eignet sich damit hervorragend, mit Zahlen und konsekutiv dem Shutdown jonglieren zu können. Wir fordern die Regierenden auf, den besorgten und verunsicherten Bürgern unverzüglich offenzulegen, wie die präsentierten Zahlen zustande kommen und das darauf abgestimmte Handeln transparent darzulegen“, so Dr. Groß abschließend.

Dr. Sylvia Groß ist gesundheitspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz