Dr. Jan Bollinger (AfD): E-Auto-Prämie ist nicht nachhaltige Umverteilung von unten nach oben und gefährdet deutsche Autoindustrie

Dr. Jan Bollinger zur einseitigen Förderung der E-Mobilität

Der parlamentarische Geschäftsführer und verkehrspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Dr. Jan Bollinger sieht die Erhöhung der E-Auto-Prämie im Konjunkturpaket der Bundesregierung kritisch: „Die deutsche und rheinland-pfälzische Auto- und Autoteile-Industrie leidet unter dem massiven Umsatzeinbruch durch die Corona-Krise, aber auch durch die massive Gängelung von Seiten der Politik.

Eine E-Auto-Prämie aus Steuergeldern wird zu vorgezogenen Autokäufen bei anschließendem Umsatzrückgang führen und den Gesamtabsatz der Autobranche mittelfristig nicht erhöhen. Auf Grund der trotz aller Prämien immer noch absolut hohen Preise für neue E-Autos kommt sie nur den Besserverdienenden zugute, wird aber von allen Steuerzahlern bezahlt und ist damit eine Umverteilung von unten nach oben.

Die inhärente Diskriminierung anderer Antriebstechnologien schadet zudem der deutschen Autoindustrie, deren Schwerpunkt nach wie vor auf der Herstellung von Verbrennungsmotoren und der Dieseltechnologie liegt, die in den letzten Jahren sehr stark weiterentwickelt wurde und in jeder Hinsicht mehr als konkurrenzfähig ist. Laut Daimler-Betriebsrat Brecht arbeiten 95 % der Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie an Fahrzeugen mit konventionellen Antrieben: wer den Verbrennungsmotor verteufelt und einseitig die E-Mobilität fördert, gefährdet diese Arbeitsplätze!

Wer der Automobilindustrie helfen will, sollte aktiv gegen Diesel-Fahrverbote und die EU-Vorgaben zum CO2-Flottenausstoß vorgehen. Auf Landesebene sollte man zudem aussichtsreiche Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der Antriebstechnologien unabhängig von der zugrunde liegenden Technologie fördern.

Dr. Jan Bollinger ist parlamentarischer Geschäftsführer und verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag von Rheinland-Pfalz.